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Homöopathische Arzneien

Homöopathische Arzneien sind durch Verschüttelung (Potenzierung) aus einer einzigen Ausgangssubstanz (Einzelmittel) hergestellte alkoholisch-wässrige Lösungen (Tropfen) oder damit benetzte Zucker-Streukügelchen (Globuli).

Die Arzneien werden soweit es sich um Standardmittel handelt, von homöopathisch-pharmazeutischen Firmen oder Apotheken hergestellt. Weltweit stehen mehrere tausend verschiedene Arzneien zur Verfügung, wovon allerdings nur ein kleinerer Teil ausreichend geprüft (wissenschaftlich bearbeitet) und breit klinisch eingesetzt worden ist.

Haltbarkeit

Homöopathische Globuli sind bei geeigneter Lagerung unbeschränkt haltbar. Sie sollten nicht über 60° warm werden und trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Tropfen sind vermutlich zeitlich nur beschränkt wirksam, genaue Untersuchungen gibt es m.W. nicht. Nach längerem Stehen (über 6 Monate) sollten sie kräftig geschüttelt werden.

Einnahme

Globuli werden aus dem Röhrchen in die Handfläche gegeben und von dort in den Mund verbracht oder mit der Zunge aufgeleckt. Aus Briefchen können sie auch mit den Fingern geklaubt werden. Wenn sie für andere bestimmt sind, sollte direkter Kontakt vermieden werden. Tropfen müssen vor der Einnahme geschüttelt werden. Je nach Anweisung können sie unverdünnt direkt in den Mund getropft oder in Wasser verdünnt getrunken werden.

Wirkung

Ein homöopathisches Mittel wirkt im Augenblick des Kontakts mit dem Organismus, d.h. sofort. Nachdem sich die Globuli aufgelöst haben, ist die Reaktion des Organismus auf den Arzneireiz daran sich zu entfalten, was Minuten bis viele Monate dauern kann. Es gibt im Einzelfall keine Möglichkeit die Wirkungsdauer vorauszusehen.