Häufige Fragen während der homöopathischen Behandlung

Was muss ich tun, wenn die Behandlung schon lange dauert, aber einfach nichts passiert?
Setzen Sie sich mal hin und überlegen Sie ob seit Beginn der homöopathischen Behandlung wirklich nichts passiert ist. Folgende Fragen sollten Sie sich stellen: Fühle ich mich freier? Habe ich mich aus Fesseln lösen können? Verfüge ich gegenüber früher über mehr Freiraum? Fühle ich mich ruhiger oder weniger getrieben? Bin ich zufriedener abgesehen von den körperlichen Gebresten? - Wenn Sie auch nur eine dieser Fragen mit einem klaren Ja beantworten können, ist der Erfolg sicher und mit wenig Geduld werden die übrigen Beschwerden bessern. Wenn Sie ehrlicherweise keine Änderung feststellen können, wechseln Sie den Therapeuten.
Was kann ich machen, wenn ich nach Einnahme eines homöopathischen Mittels krank werde?
Nehmen Sie Rücksprache mit Ihrem Therapeuten. Es geht vor allem darum zu klären, ob die Erkrankung mit der Behandlung in Zusammenhang stehen könnte.
Was kann ich machen, wenn ich nach Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels einen Hautausschlag bekomme?
Nichts. Oder feiern, weil es wirkt.
Stimmt es, dass ich keinen Kaffee trinken darf, wenn ich mich homöopathisch behandeln lasse?
Es kommt drauf an. Grundsätzlich sollten Sie wenig Kaffee trinken. Wenn Sie empfindlich reagieren, zum Beispiel mit Nervosität, Schlafstörungen oder Magenschmerzen, wäre es wohl besser ihn ganz wegzulassen. Eine gute Idee ist es, den auf leeren Magen eingegossenen Morgenkaffee durch Tee zu ersetzen und sich eine Tasse Kaffee nach dem Essen zu gönnen. Unabhängig davon gibt es einige homöopathische Arzneimittel, die sich mit Kaffee nicht vertragen. In diesem Falle wird Sie Ihr Therapeut darauf aufmerksam machen.
Und wie steht es mit dem Pfefferminztee? Ich habe gehört, das sei verboten.
Pfefferminztee aber auch andere Kräutertees können die Wirkung homöopathischer Arzneimittel beeinträchtigen. Dies gilt vor allem für stark duftende Kräuter (ätherische öle). Entsprechend sollten auch Duftlampen und natürliche Parfums mit Vorsicht verwendet werden. Wenn Sie Kräutertees trinken, wechseln Sie zwischen den einzelnen Kräutern oder Mischungen immer etwas ab. Einige gut geeignete Kräutertees . Oder was Hahnemann persönlich dazu zu sagen hat.
Kann ich gleichzeitig andere Medikamente einnehmen?
Besprechen Sie es unbedingt mit Ihrem Therapeuten. Medikamente, die Sie schon seit längerer Zeit nehmen, können oft nicht plötzlich weggelassen werden. In anderen Fällen hingegen kann es sinnvoll sein, Medikamente mit zweifelhafter Wirkung gleich abzusetzen. Bestimmte Medikamente vertragen sich nicht mit Homöopathika (siehe auch Liste ) und dürfen nicht verwendet werden: Nasentropfen/Nasensprays und Augentropfen mit gefässverengenden Substanzen, gewisse Nasensalben und Einreibemittel gegen Erkältungen und Rheuma mit starken ätherischen ölen, z.B. Tigerbalsam, Lutschtabletten mit Lokalanästhetika gegen Halsschmerzen, Mittel zum Inhalieren; Zink oder Teer enthaltende Produkte für die Haut: Schuppenschampo, Zinkpaste, Babycreme; Kortison-haltige Cremen und Sprays; alle übrigen homöopathischen Mittel. Kein Problem hingegen sind Vitamine, Spurenelemente und die meisten Nahrungsergänzungen.
Kann ich gleichzeitig andere Arten von Behandlungen machen (Akupunktur, Bewegungstherapie, Reiki usw.)?
Besprechen Sie es mit Ihrem Therapeuten. Mit Akupunktur ist Vorsicht geboten. Leitbahnbehandlungen für lokale Probleme sind möglich; konstitutionelle Behandlungen oder solche, die auf die Psyche einwirken, sollten nicht durchgeführt werden. Fast alle Formen der Bewegungstherapie (Physiotherpie, Feldenkrais, QiGong, TaiJi, Yoga, u.a.) ergänzen die homöopathische Behandlung gut. Formen der Energiearbeit (Reiki, Shiatsu, Magnetopathie, Atlasbehandlung, Craniosakraltherapie, u.a.) können ebenfalls gut mit der homöopathischen Behandlung kombiniert werden. Hahnemann selbst liess die Behandlung durch "thierischen Magnetism" fast als einzige neben der Homöopathie gelten.
Muss ich damit rechnen, dass es nach den Globuli zuerst schlimmer wird?
Tatsächlich kann eine sogenannte Erstverschlimmerung auftreten, was aber lange nicht so häufig ist wie angenommen (etwa zehn Prozent). Häufig hingegen kommen Beschwerden wieder, die früher mal unterdrückend behandelt wurden. Damit sind Symptome gemeint, die einfach "weggemacht" wurden ohne, dass die Krankheit wirklich geheilt wurde. Diese alten Beschwerden dürfen auf keinen Fall und in keiner Weise behandelt werden, d.h. auch nicht mit biologischen, natürlichen, homöopathischen oder sonst was für Mitteln. Andere Reaktionen im Sinne einer Entlastung des Organismus sind ebenfalls nicht selten wie z.B. laufende Nase, Durchfall, Hautausschlag, Juckreiz, Schwitzen, häufiges Wasserlösen und anderes.
Was macht das homöopathische Medikament mit mir?
Eigentlich ist die Frage, was machen Sie mit der homöopathischen Arznei. Alle Auswirkungen des homöpathischen Mittels sind vom Körper selbst bestimmt. Siehe auch Wie wirkt die Homöopathie?
Wieso sagt mir mein Therapeut nicht wie die Arznei heisst?
Wenn Sie darauf bestehen, wird er sie Ihnen nennen. In Ihrem eigenen Interesse ist es jedoch meistens besser, wenn Sie nicht genau wissen um welche Arznei es sich handelt solange sie wirkt. Um unvoreingenommen zu bleiben sollten Sie die Arzneiwirkung nicht in einem Homöopathiebuch nachlesen.
Feb. 2007
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